Anna erinnert sich an Geschichten aus ihrer Kindheit, die so häufig erzählt wurden, dass sie zur Selbstbeschreibung wurden: Anna als dickes Kind im Ballett-Unterricht, Anna mit einer befreundeten Familie in Venedig, Anna als Teenager in der Disco. Diese Erinnerungen sind Teil einer Identität, die sich über den dicken Körper definiert, über den implantierten Gedanken, falsch zu sein.

ANNA ist der dritte hybride Kurzfilm von werkgruppe2, den diese zusammen mit der Performerin Katharina Bill entwickelt und realisiert hat. Im vergangenen Jahr hat werkgruppe2 eine Hintergrundrecherche zu Fatshaming, Gewichtsdiskriminierung und Körpernormierung geführt sowie Interviews mit dicken Frauen geführt, die nun verdichtet die Textbasis für den Kurzfilm bilden.

Parallel entstanden ist die Konzeption für eine Podcast-Reihe mit Fragen rund um die Repräsentation von dicken Menschen in Film und auf der Bühne beschäftigen. Warum gibt es so wenige dicke Schauspielerinnen und Schauspieler? Und was bedeutet es für dicke Schauspieler*innen besetzt zu werden, welche Rollen werden angeboten, wie können Klischees und Vorurteile gebrochen werden? Was bedeutet es für Regisseur*innen unterschiedliche Körper zu zeigen, Figuren zu entwickeln? Was sind gute Erfahrungen? In den Podcast-Gesprächen befragt Katharina Bill Theater- und Filmschaffende zu ihren Erfahrungen und Visionen. Der Podcast wird ab Januar 2022 ausgestrahlt.

MIT Katharina Bill

 

REGIE Julia Roesler

KONZEPT / DREHBUCH Katharina Bill, Silke Merzhäuser, Julia Roesler

RECHERCHE werkgruppe2

MUSIK Insa Rudolph

DRAMATURGIE Silke Merzhäuser

KOSTÜMBILD Sissi Zaccardelli

SZENENBILD/ MOTIVSUCHE
Silke Schmidt

KAMERA Miriam Tröscher

TON Antje Volkmann

PROJEKTLEITUNG Swantje Möller

ASSISTENZ Sophie Krabbe

SCHNITT Miriam Tröscher

FILMPOSTPRODUKTION Andreas Hellmanzik, Simone Weber

PRODUKTION werkgruppe2

 

 

gefördert im Rahmen des Projekts LEIBER vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem MWK Niedersachsen und der Stiftung Niedersachsen