Fliehen & Forschen

Ein dokumentarisches Projekt über Migrationserfahrungen
von werkgruppe2
Kooperation mit dem Staatstheater Braunschweig

In Braunschweig spiegelt sich die Widersprüchlichkeit heutiger Einwanderungspolitik. Die Stadt ist ein bedeutender internationaler Forschungsstandort mit Wissenschaftlern aus über 40 Ländern. Zugleich befindet sich in Braunschweig Niedersachsens größter Standort der Landesaufnahmebehörde – mehr als 1000 asylsuchende Menschen leben hier mit ungewisser Zukunft. Damit bewegt sich Braunschweig ambivalent zwischen einer »Willkommenskultur« für ausländische Arbeitnehmer, die in den verschiedenen Forschungsbereichen benötigt werden, und einer Praxis der Ausgrenzung, Verwahrung und Abschiebung. Wodurch werden Menschen aus Ländern wie Iran, Syrien, Sudan, Palästina oder Afghanistan zu Fliehenden bzw. Forschenden in Braunschweig? Und was erzählt unser differenter Umgang mit Migranten über unsere Vorstellungen von Nützlichkeit, Hilfsbereitschaft, Dankbarkeit und verdientem Wohlstand? Ausgehend von Interviews entwickelt werkgruppe2 eine dokumentarisch-musikalische Inszenierung, die danach sucht, was nationalstaatliche Grenzen verhindern.

"Ein Flüchtling ist für sie: arm, nicht sauber, unwissend, mit wenig Selbstbewußtsein. Für mich ist das nicht angenehm, überhaupt nicht."

Premiere: 27.03.2015

Regie: Julia Roesler
Musikalische Leitung und Komposition: Insa Rudolph
Bühne: Thomas Rump
Kostüme: Julia Schiller
Dramaturgie: Silke Merzhäuser, Christine Besier

 

Kleines Haus, Staatstheater Braunschweig

Premiere: 27.03.2015
weitere Vorstellungen: 02.04., 10.04.,  17.04., 09. + 30.05., 13.06. und 25.06.2015

 

Fotos: Volker Beinhorn

 

 

Mit: Imme Beccard, Ursula Hobmair, Sven Hönig, Mattias Schamberger, Tilla Kratochwil, Christophe Vetter, Feridun Öztoprak und den Musikern Antonis Anissegos, Kim Efert, Philipp Zoubek

 

 

 

In Kooperation mit

gefördert im Fonds Doppelpass der