Der Plan von der Abschaffung des Dunkels

Ein szenisch-musikalisches Experiment über die Zeit
nach einem Roman von Peter Hoeg

von werkgruppe2 und QuartettPLUS 1

Vier Musikerinnen und vier Schauspieler erzählen die Geschichte von drei Waisenkindern, die an einer Kopenhagener Privatschule unter der Repression und Manipulation eines grausamen Schulsystems leiden, bis sie beschließen den Plan der hinter dem Macht- und Erniedrigungskonstrukt steht zu ergründen und sich aus ihm zu befreien.
Mit verschiedenen Texten und Kompositionen aus der minimal music regt die Inszenierung außerdem eine Diskussion über die Bedeutung der Zeit in unserer Gesellschaft an.

"Mit dem Messer des Lichts wollten sie das Dunkel sauberschaben."

Pressestimmen

Vor zehn Jahren kam in Deutschland Peter Høegs Roman „Der Plan von der Abschaffung des Dunkels“ heraus: ein Buch, das schon früher für das Theater adaptiert wurde. Nun hat es die „Werkgruppe 2“ in der Saline Luisenhall auf die Bühne gebracht: ein beklemmender, faszinierender Abend.
Die minimalistische Musik von Insa Rudolph, sehr ausdrucksstark live vom Hildesheimer „Quartett Plus 1“ gespielt, ist integraler Bestandteil der Inszenierung: Die Auseinandersetzung mit der Zeit, die im Stück geführt wird, spiegelt sich haargenau im Erleben der musikalischen Klänge. Dieser Kunstgriff macht den faszinierenden Abend besonders eindringlich.

Göttinger Tageblatt, 30.8.08

Die Inszenierung besticht und bezaubert sowohl durch die gekonnte Einbeziehung des Kirchenraumes und seiner emotionalen Bedeutungsebenen zwischen sakraler Auszeit und sinnentleerten Zwangsritualen. Als auch durch die intensiv-atmosphärische Streich-Musik Insa Rudolphs und deren sensibler Gewichtung zum erzählenden Spiel.

Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 30.10.2008

Verstärkt wird der Eindruck von materieller und seelischer Misere durch das Bühnenbild von Nicola Schmid. Auf und teilweise unter einem runden Podest spielt sich in trostlosen, beengten Räumen das Drama der Kinder ab. Die abstoßende Kargheit der Wasch- und Schlafräume kontrastiert mit dem bunt tapezierten Psychologenzimmer: eine Pflichtsitzung alle zwei Wochen für jeden, kontrolliert durch Sichtfenster, die als Spiegel getarnt sind.
Das intensiv agierende junge Ensemble hinterließ viel Stoff zum Nachdenken über Erziehungsmaßnahmen, Umgang mit seelischen Traumata und den bedenklichen Tendenzen einer Überwachungsgesellschaft.

Theater.suite.101, 29.8.2008

Premiere Göttingen:
28. August 2008

Premiere Hildesheim:
28.Oktober 2008

Regie Julia Roesler
Musik Insa Rudolph
Bühne & Kostüme Nicola Schmid
Regieassistenz Luisa Mell
Ausstattungsassistenz Tine Ostermaier

Ort: Saline Luisenhall, Göttingen
     
Hildesheim

Musiker Lisa Stepf; Katharina Pfänder; Kathrina Hülsmann; Kristina Müller

Schauspieler Isabelle Stolzenburg; Tancredi Volpert; Ingmar Skrinjar; Martin Schnippa

 

                       Niedersächsische Lottostiftung

                       Saline Luisenhall

                       Weinhagen Stiftung

                       Stadt Hildesheim