MARINA. Kurzfilm

Im vergangenen Jahr hat werkgruppe2 das Kurzfilm-Projekt MARINA begonnen, dass auf dem Recherche-Material der Inszenierung POLNISCHE PERLEN basiert. Momentan befindet sich der 30-minütige Film in der Postproduktion und wird im Frühsommer fertiggestellt.

Der Film erzählt von der 40jährige Marina, gespielt von der deutschsprachigen rumänischen Schauspielerin Gina Călinoiu, die in Deutschland zum wiederholten Male als Pflegekraft in einem deutschen Privathaushalt, 24 Stunden-7 Tage- pro Woche arbeitet. Der Mann, den sie die letzten Monate gepflegt hat, ist in der letzten Nacht verstorben, nun sitzt sie auf dem Sofa im Wohnzimmer und wartet auf die Ankunft der Angehörigen zur Schlüsselübergabe. Dort sitzend erzählt sie in einem Monolog von ihrer Tätigkeit, Motivation und einzelnen Erfahrungen. Die Wohnung des Verstorbenen wird als hermetischer Schauplatz des Arbeits- und Lebensalltags während des gesamten Films nicht verlassen. Der Film verhandelt das Thema monoperspektivisch, einzig aus der Perspektive der Pflegerin und zwingt den Betrachter so in die Auseinandersetzung mit der eigenen Position als potentiellem Arbeitgeber oder zu Pflegendem.

Die Fotos, die während der Dreharbeiten entstanden sind, hat Lea Dietrich erstellt. Wir konnten über zwei Wochen in einem vollständig-eingerichteten Einfamilienhaus am Rande von Göttingen drehen.

Mit Gina Calinoiu, Gerd Peiser

Regie Julia Roesler

Drehbuch Silke Merzhäuser/ Julia Roesler

Musik Insa Rudolph

Kamera/ Schnitt  Isabel Robson

Ausstattung Lea Dietrich

Dramaturgie  Silke Merzhäuser

Produktion werkgruppe2

 

Fotos: Lea Dietrich