Friedland

Eine inszenierte Lager-Installation

Im Grenzdurchgangslager Friedland, das sich nur 10 km von Göttingen entfernt befindet, haben sich seit 1945 bis heute die unterschiedlichsten Lebenswege von Menschen gekreuzt. Im Laufe der Jahre hat das Lager den Beinamen „Tor zur Freiheit“ erhalten, und darin kommt neben der historischen Bedeutung des Ortes auch die emotionale Bedeutung von Friedland für die Durchgereisten zum Ausdruck.
Das Theaterprojekt zieht einen Querschnitt durch die Geschichte des Grenzdurchgangslagers und erzählt – basierend auf Interviews mit Menschen, die durch Friedland eingereist sind – von der Tragik und Tragweite dieses Ortes, von den Hoffnungen, Ängsten und Sehnsüchten und, inwiefern es das Tor der Freiheit für sie wurde. Durch Raumgestaltung und Interaktion werden die Zuschauer für die Dauer eines Abends selbst zu Lagerbewohnern und erleben den inszenierten Lageralltag.

 

Mitschnitt der Inszenierung: FRIEDLAND

„Als ich hier ankam, war ich wie eine Außerirdische!"

Pressestimmen

Deutschlandradio
FRIEDLAND heißt das Stück, Land des Friedens. Friedland, in des Wortes verwegenster Bedeutung. Ein junges, leistungsstarkes Ensemble. Überragend. Eine lange Anreise lohnt sich. Besser als so manche documenta.         

HNA
Rund vier Millionen Menschen haben das Grenzdurchgangslager Friedland durchlaufen. Ebenso viele sollten diese lebensstrotzende Chronik, die Plädoyer für Mitmenschlichkeit und gegen Intoleranz ist, sehen. 80 begeisterte Premierenzuschauer sind ein Anfang.

Premiere:
20.Mai 2009

Saline Luisenhall
Altes Magazin
Göttingen

Recherche werkgruppe2 & Silke Merzhäuser
Inszenierung Julia Roesler
Musik Insa Rudolph
Bühne Nicola Antonia Schmid
Kostüme Julia Schiller
Dramaturgie Silke Merzhäuser

Eine Koproduktion von werkgruppe2 und dem Deutschen Theater in Göttingen

 

Fotos: Isabel Winarsch

Mit Gaby Dey, Johanna Diekmeyer,  Andreas Jeßing, Lorenz Liebold, Ulf Nolte, Franziska Roloff, Insa Rudolph

                          Saline Luisenhall